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 Wandatmung

Eine hohe passive Solarenergienutzung ist keine notwendige Voraussetzung für energiesparendes Bauen.

Da die Fenster gleichzeitig auch immer die größten Wärmeverluste aufweisen, sollte grundsätzlich mindestens Wärmeschutzglas eingesetzt werden.
Grundsätzlich ist zu beachten:
  1. Fensterflächen der Nordseite auf ca. 10% Fassadenanteil minimieren.
  2. Fensterflächen der Südseite grösser 30-50% bescheren nicht nur solare Energiegewinne, sondern verursachen auch eine übermässige Erhitzung der bestrahlten Räume.
  3. Heizkörper vor Glasbrüstungen nur mit speziellen Heizkörperrückwänden montieren. Besser Heizkörper an anderer Stelle montieren (sonst höchste Wärmeverluste). Moderne, dichte Fenster mit guten U-Wert benö tigen keinen Warmluftschleier mehr für die Behaglichkeit.
  4. Das Rahmenmaterial bestimmt massgeblich die Energieverluste des gesamten Fensters. Mind. Rahmengruppe 1 verwenden bis hin zu Passivhausfenstern mit Sandwichrahmen und 3-Scheiben-Verglasung.
  5. Die Scheibenabstandsprofile der Verglasungen sind auch in schlechter wärmeleitenden Material (Kunststoff, Edelstahl) erhältlich (u.a. geringere Kondenswasserbildung).
  6. Neue, dichtere Fenster an einer schlecht wärmegedämmten Fassade ohne Einsatz einer mechanischen Lüftungsanlage ziehen häufig bauphysikalische Probleme wie Schimmelbildung nach sich.

Einerseits:
Übergroße südorientierte Fensterflächen führen zu einer übermäßigen Aufheizung der bestrahlten Räume.
Andererseits:
Fenster ohne weitere Schutzmaßnahmen weisen in Zeiträumen ohne Solargewinne auch die größten Wärmeverluste auf.

Isolierglas Energiesparglas Wärmeschutzglas 3-fach Wärmeschutzglas
Standard-Isolierglas
U = 3,0 W/mēK
g = 75 %
Standard Energiesparglas
(Beschichtung und
Edelgasfüllung)
U = 1,3 W/mēK
g = 62 %
Wärmeschutzglas
(Beschichtung und
Edelgasfüllung)
U = 1,1 W/mēK
g = 58 %
Dreifach-
Wärmeschutzglas
(3 Scheiben, Beschichtung und Edelgasfüllung)
U = 0,4 - 0,7 W/mēK
g = 42-45 %

Der g-Wert kennzeichnet die Höhe der Strahlungsgewinne durch die Fensterfläche.

Wintergarten

Wintergärten bieten in der Übergangszeit einen erhöhten Wohnkomfort und vermögen eine Wertsteigerung des Gebäudes darzustellen. Geringfügige Energiegewinne sind erzielbar. Eine -auch nur teilweise- Beheizung verursacht hohe Wärmeverluste und einen Mehr-Energieverbrauch, der jegliche Energiesparmaßnahmen an der Gebäudehülle zunichte macht. Eine Amortisation der Erstellungskosten durch Energieeinsparung ist nicht möglich.

  • Gesamte Hüllfläche, auch zum Wintergarten hin gut dämmen.
  • Glasvorbau nicht beheizen, winterharte Pflanzen verwenden.
  • Fenster und Türen zum Haus bei niedrigen Temperaturen geschlossen halten.
  • Auf ausreichend dimensionierte Lüftungsöffnungen des Glasvorbaus achten (Sommer).
  • Der Wintergarten sollte als Temperaturpuffer zur Lüftung möglichst grosse Teile der mit Fenstern versehenen Fassade überdecken.

 © 1995-2001 by Fachgruppe Bauen und Energie und Michael Hammann (publishing) - hosted by PLANWERK-KARLSRUHE Gmbh